The Idea
You choose the figure that catches your eye, pick up a brush, and somewhere between the first colour and the next, it starts becoming yours.
Pulpo begins with that simple act of making.
The figure gives you something to return to as the evening opens up around you.
With your hands busy, your attention settles naturally into the moment. You can become absorbed in what you are doing while still feeling the presence of everyone around you.
Berlin is full of places that bring people together around something they enjoy, and Pulpo adds its own kind of experience to that city.
Pulpo creates a shared experience that everyone can make their own. Around the same table, each person finds their own rhythm, moving between the figure in front of them and the people around them.
That sense of being together sits at the heart of Pulpo.
The figure gives the evening a starting point, then leaves enough open for the night to become personal.
Tô TUOng – wo der Pulpo herkommt
In Vietnam malt man Figuren nicht im Kunstunterricht. Das passiert auf dem Bürgersteig.
Diese Tradition heißt tô tượng, wörtlich „eine Statue bemalen“. An warmen Abenden findet man landesweit kleine Stände in Parks und auf Nachtmärkten: Reihen von schlichten weißen Gipsfiguren, Töpfe mit leuchtenden Farben und Menschen jeden Alters, die nebeneinander auf winzigen Plastikhockern sitzen, Pinsel in der Hand. Kinder malen neben ihren Großeltern. Paare malen bei Verabredungen. Niemand versucht, ein Meisterwerk zu schaffen, und genau das ist der Punkt.
Hinter dem einfachen Vergnügen steckt echtes Handwerk. Jede Figur wird von Hand gegossen: Gips wird gemischt, in Formen gegossen und sorgfältig bearbeitet, damit er jedes kleine Detail erreicht. Es erfordert Geduld, etwas herzustellen, das nur dazu da ist, bemalt zu werden.
Ich habe mich in beide Seiten verliebt: die stille Fertigkeit des Machens und die einfache, offene Art, wie Menschen sie teilen. pulpo ist unsere Art, tô tượng nach Berlin zu bringen: handgegossene Figuren und die Einladung, sich hinzusetzen, zu entschleunigen und etwas mit den Menschen um dich herum zu machen.
BEHIND PULPO
MEINE MOTIVATION
Ich verbringe den größten Teil meines Arbeitslebens hinter Bildschirmen. Als Videograf und Editor hier in Berlin sind meine Tage schnell: Fristen, Benachrichtigungen, eine Timeline, die immer noch einen Schnitt braucht. Ich liebe diese Arbeit, aber irgendwann habe ich gemerkt, dass meine Hände nur Tastaturen berührten und mein Kopf nie wirklich abschaltete.
Malen hat das geändert. Das erste Mal, als ich mich mit einer einfachen Gipsfigur, einem Pinsel und ohne Plan hinsetzte, geschah etwas Ungewohntes: die Zeit wurde langsam. Es gab kein Richtig oder Falsch, niemanden, den ich beeindrucken musste, nichts zu optimieren. Nur Farbe, Textur und Ruhe. Zwei Stunden vergingen und mein Kopf war still.
Pulpo entstand aus diesem Gefühl. Ich möchte es anderen Menschen leicht machen, es auch zu finden, sei es allein an deinem Küchentisch, auf einer Decke im Park mit Freunden oder an einem gemütlichen Abend zu zweit. Deshalb wird jede Figur von Hand gegossen und es gibt keine Regeln in der Box.
Wir leben in einer Welt, die uns ständig auffordert, schneller zu sein. Pulpo ist meine kleine Einladung, das Gegenteil zu tun: erschaffen, entschleunigen, verbinden.
WHAT'S NEXT
Pulpo is beginning with the figures, Pulpo Nights and pop-ups around Berlin.
The bigger idea is to give all of it a permanent home
a place built around painting
spending time together
letting the evening move at its own pace